8 Im übrigen erwähnen wir unsere Mitwirkung bei der Gründung der Sächsischen Spinnfaser A.G. und der Thüringischen Zellwolle A.G. Hielten sich auch unsere eigenen Zeichnungen in be scheidenem Rahmen, so dürfen wir doch zum Ausdruck bringen, daß wir im Kreise unserer indu striellen Freunde nachdrücklichst darauf hingewirkt haben, daß man sich nach Kräften beteiligte an diesen Neugründungen zwecks Schaffung bzw. Erweiterung einer heimischen Basis für Textilrohstoffe. Auf unseren Immobilien ruhen RM 102 849.74 Passivhypotheken. Von den Bankgebäuden ist soweit sich dies bisher übersehen läßt zu sagen, daß sie unter den neuen Einheitswerten zu Buch stehen. Von den sonstigen Immobilien gilt in erhöhtem Maße das gleiche; sie haben sich in 1935 mit rund 5% verzinst. Die in unseren letzten Geschäftsberichten erwähnte gegenseitige Haftung zwischen der Sächsischen Staatsbank und unserer Bank hat sich weiterhin erheblich ermäßigt. Die Zahl der bei der Adca Tätigen stellte sich Ende 1935 auf 2212 einschließlich 50 Aushilfen. Ebenso wie die Bilanz in ihrer äußeren Aufmachung zufolge des neuerdings vorgeschriebenen, veränderten Formblattes manche Verschiebungen aufweist, zeigt auch die Gewinn- und Verlust- Rechnung einige Abweichungen. Die Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen sind aus den sozialen Aufwendungen ausgegliedert und den Personalaufwendungen zugeschlagen. Im übrigen ist eine Trennung zwischen diesen Personalaufwendungen und den sonstigen Handlungsunkosten erfolgt. Erstere stellen sich um reichlich RM 100 000 höher, eine Steigerung, die ausschließlich auf die tarifmäßig bezahlten Angestellten entfällt; die sachlichen Unkosten stellen sich um annähernd den gleichen Betrag niedriger. Die steuerliche Belastung blieb ziemlich die gleiche. Zinsen und Provisionen, nach Absetzung der zurückgestellten Beträge, belaufen sich für 1935 auf rund RM 10,6 Millionen gegen rund RM 9,7 Millionen im Vorjahre. Von den sonstigen Erträgen brauchte zwecks Ausgleichs der Gewinn- und Verlust-Rechnung nur ein Betrag von rund RM 800 000 gegen rund RM 1,7 Millionen im Vorjahr herangezogen zu werden. Die Bezüge des Vorstandes beliefen sich in 1935 auf RM 88 372.92 (RM 106 833.27), die jenigen des Aufsichtsrates auf RM 55 005.(RM 67 375. Durch eine erneute Zuweisung stellt sich der Pensionsfonds wegen der bestehenden vertrag lichen Pensionsverpflichtungen nunmehr auf RM 509 000. Aufzufüllen ist dieser Fonds allmählich auf einen nach den derzeitigen Verhältnissen errechneten Betrag von rund RM 1 200 000. Die gesamten Erfordernisse für Wohlfahrtseinrichtungen, Abfindungen, Pensionen usw. beliefen sich auf ungefähr den gleichen Betrag wie im Vorjahr (unter Berücksichtigung der erwähnten, die Arbeitgeberbeiträge betreffenden Verschiebung). Enthalten in diesem Posten sind nichtvertragliche Pensionszahlungen im Betrage von rund RM 526 000. Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben hat es die Betriebsführung angesehen, nach Kräften da für zu sorgen, daß jedem Gefolgschaftsmitglied der Arbeitsplatz gewahrt bleibt. Hierfür ist es er forderlich, das Volumen der Bank, ihren Geschäftsumfang, zu steigern. Dank verständnisvoller Mitarbeit aller Betriebsangehörigen ist die Adca in dieser Hinsicht auch in 1935 wieder einen Schritt weiter gelangt; mehr noch bleibt zu tun. Gern sei in diesem Zusammenhang hingewiesen auf die Verbundenheit von Gefolgschaft und Betriebsführung, wie sie darin zum Ausdruck kommt, daß es bet der Adca, bei ihrer Zentrale und bei sämtlichen Niederlassungen, keinen Betriebsführer und kein Gefolgschaftsmitglied gibt; die nicht Mitglieder der DAF. wären.

Rabobank Bronnenarchief

ADCA | 1935 | | pagina 10